Freitag Mittag war es soweit, die Borg machten sich in einem adäquaten, schwarzen Bus auf die Reise.
Laurence, Julia, Jessika, Dave, Gary, Plonds, Hannes, Oskar und Pascal füllten der Borg Bus mit allem, was man so brauchte und los gings. Zielsicher wurde der erste Burger King auf dem Weg angesteuert, danach noch schnell eine Apotheke und schwupps waren wir da.
Das Tageslicht reichte leider nicht mehr, um sich die Gegebenheiten genau anzuschauen, aber eins wurde auch im Dämmerlicht klar: Eine Softballanlage vom allerfeinsten. Das Borg Zelt stand auch schon und so konnten wir uns um unser leibliches Wohl kümmern. Dazu musste ein Pizza Lieferservice zeigen, was er kann, was ihm mit mäßigem Erfolg gelang. Schnell noch ein paar Stunden darten, sich mit den Gastgebern bekannt machen und nebenbei pitchen üben. Pitchen? Genau, alle Borg übten pitchen! Dabei handelt es sich um in Glasgefäß, das mit ungefähr 1,5 Litern leckerem Bier gefüllt ist und geleert werden muss, bevor es zu lange steht. Erfolg auf der ganzen Linie. Nebenbei wurde auch der Spielplan studiert. Durch die Absage eines Teams wurde der Modus geändert, so das 7 Teams, jedes gegen jedes spielen sollten. Also 6 Spiele für uns.Die starteten recht gemütlich nach dem Frühstück um 10 Uhr bei strahlendem Sonnenschein. Als dann auch unser holländisches Sprachrohr und Troubleshooter Maurits, aus Amsterdam kommend, mit seinem wertvollen Gepäck (unsere Helme und Bats) eintraf, war alles bereit, und wir konnten uns dem eigentlichen Zweck der Reise widmen, Softball spielen! Unser erster Gegner waren die Jumbles, die als Titelverteidiger mit einigen bekannten Gesichtern aus Paderborn antraten. Gut aufgestellt und eingestellt von Coach Laurence machten wir ein ordentliches Spiel, leider hatten wir kaum die Möglichkeiten, ordentlich zu punkten, denn der Pitcher der Jumbles fabrizierte sehr viele Walks, so dass wir kaum Hits verzeichnen konnten. Das Spiel ging 9 zu 8 verloren.

Kurze Pause und weiter ging es , gegen die Mavericks aus Rheine. Wir schlugen sie mit 8 zu 0, leider wurde aufgrund der Zeitbegrenzung das dritte Inning in dem wir 7 weitere Runs erzielten nicht gewertet. Dies sollte sich für uns noch negativ auswirken. Noch eine kleine Pause, dann das Spiel gegen die Giants aus Hengelo. Wieder eine knappe Niederlage, 4 zu 3. Dann ohne Pause weiter gegen die Bexx aus Bad Salzufflen, die wir in einem starken, engen besiegen konnten. Somit endete der erste Tag mit 2 Siegen und 2 Niederlagen.

Abends stand dann Kultur auf dem Programm und wir machten eine kleine Städtereise nach Hengelo, wo wir uns kulturelle Besonderheiten, in denen es nicht nur Kaffee gibt, anschauten. Derweil wurde im 3.Honk, wie das Vereinsheim der Giants heißt, das Samstagsdiner aufgebaut. Einfach nur lecker, lecker, lecker. Damit war auch eine Grundlage für den folgenden Pitcher Kurs geschaffen, der sich am Lagerfeuer bis spät in die Nacht hin zog. Außerdem mussten wir Julia helfen , ihren Stimmverlust erfolgreich mit von den Gastgebern spendiertem Kräuterlikör zu bekämpfen. Natürlich erfolgreich! Der Sonntag begann mit Nebel. Unser erstes Spiel stand für 11:00 auf dem Plan.es warteten die Nerds, oder auch DCN aus Holland. Ein ziemlich spielstarkes und taktisch starkes Team, gegen das es lange 0 zu 0 stand, bis die Nerds dann mit 3 Runs davon zogen. Half aber alles nichts, wir scorten 4 und spielten eine starke Defense, machten das 3 Aus bei Bases Loaded, und fertig. Damit war dann die Möglichkeit gegeben, bei einem weiteren Sieg gegen RUN 71, auch aus Holland, eventuell ins Finale einzuziehen. Gut motivert gingen wir ins Spiel und schlugen den Gegnern die Bälle nur so um die Ohren, daß beim 10 Batter der automatische Wechsel erfolgte. Die Defense ging zu 0 vom Feld. Dann kippte das Spiel etwas, als bei RUN 71 eine 18jährige Dame auf dem Mount auftauchte, die vor kurzem mit der holländischen Nationalmannschaft bei den olympischen Spielen war. Demenstprechend erhöhte sich die Geschwindigkeit der Pitches. Aber auch das war egal. Wir hielten mit einem double und einem Homrrun inside dagegen und gewannen das Spiel recht deutlich. Deutlich genug? Leider nein. Nachdem alle Spiele gespielt waren, gab es 4 Teams mit 4 Siegen und 2 Niederlagen, darunter wir. Entscheidend waren nun die erzielten Runs. Und hier verpassten wir das Finale um sage und schreibe 3 Runs!! Damit erreichten wir einen tollen 3ten Platz!!

Aber es war ja nicht so,dass die Borg keinen Beitrag abschließenden zum Finale leisteten, das von den Jumbles und den Bexx gespielt wurde. Da im Finale während der Wechsel Musik eingespielt wurde, waren wir Borg einfach mal so frei und stimmten ein kräftiges „Take me out to the ballgame“ an. Dieser Song schien den meisten Leuten unbekannt zu sein, deswegen wurden wir um eine Wiederholung, diesmal mit Mikrofon, und um eine Zugabe gebeten. Und dann war des Turnier auch schon zu ende. Die Jumbles siegten und wir machten uns nach langem, herzlichem Abschied auf die Heimreise mit einer Einladung für nächstes Jahr und einem sehr schönen Pokal im Gepäck, den wir traditionell in der Bar11 ablieferten. Ohne jemanden heraus zu heben möchte ich mich bei allen für dieses tolle Wochenende bedanken, für den Spaß den wir hatten, die gute Stimmung und die neuen Lachfalten. Besonderen Dank jedoch an Laurence, die mit der perfekten Mischung aus sportlichem Ehrgeiz, jeder Menge Spaß und französischem Charme das Team durch das Turnier führte und verdient den Pokal im Empfang nahm.

Borg, ich bin nicht nur ob der sportlichen Leistung, sehr, sehr stolz auf uns.
Pascal